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5. Dezember 2021  Aktuelles

Armut und Transition

Permakultur

Das Leben wird teurer und, wenn man einen Blick in die Regale des Supermarktes wirft, fällt einem auf, dass ungesunde Lebensmittel oft preiswerter sind als gesunde.

Soziale Ungleichheiten und ökologische Katastrophen nehmen zu und bedrohen die Existenz von Millionen von Arten und Menschen. Am Härtesten trifft es die, die im heutigen System sowieso schon benachteiligt sind.

Vor dem Hintergrund dieser schlimmen Entwicklung entstehen gerade und sind bereits viele Projekte und Konzepte entstanden, die sich gegen die Armut und für den Schutz der Umwelt einsetzen.

Im Rahmen der diesjährigen Adventsaktion werden ein paar dieser Projekte und Konzepte beleuchtet, die ihren Beitrag zu einer besseren Welt, einem besseren Zusammenleben (im Einklang mit der Natur) leisten und einen Blick auf mögliche Handlungsmöglichkeiten auf individueller oder kollektiver Ebene geworfen.

Das Leben wird teurer und, wenn man einen Blick in die Regale des Supermarktes wirft, fällt einem auf, dass ungesunde Lebensmittel oft preiswerter sind als gesunde.
Vielen Menschen bleibt nur der Griff nach industriell angebauten Lebensmittel übrig, die sowohl unter massivem Einsatz von Pestiziden und Insektizide als auch in Form von Monokulturen angebaut werden. Die Folgen der von der industriellen Landwirtschaft betriebenen Methoden sind Verschmutzung von Böden und Wasser, Reduktion der Biodiversität und Erosion des Bodens.
Doch wie wir am Beispiel der Natur entnehmen können, gibt es keine natürlichen Monokulturen, sondern eine reiche Artenvielfalt, die sich gegenseitig ergänzt und in der jede Art ihre eigene, wichtige Rolle spielt.
Dieser Angelegenheit haben sich die beiden Australier Bill Mollison und David Holmgren gewidmet. Sie reisten um die Welt, um verschiedene Formen der Landnutzung im Einklang mit der Natur zu erforschen, die Artenvielfalt förderten, kaum Abfall produzierten und den Boden fruchtbar machten. Daraus entstand ihr Ansatz der Permakultur, ein Name der sich aus den Begriffen „permanent“ und „agriculture“ zusammensetzt, sprich dauerhafte Landwirtschaft.
Der Kerngedanke dieses Konzeptes ist, auf landwirtschaftlicher Ebene, die Landwirtschaft wie natürlich gewachsene Ökosysteme zu gestalten, die eine hohe Artenvielfalt garantiert. Doch heutzutage bezieht sich Permakultur nicht mehr alleine auf die Landwirtschaft, sondern hat sich zu einer Kultur der nachhaltigen Lebensweise und Landnutzung entwickelt. Lebensräume, die nach dem Prinzip der Permakultur gestaltet werden, werden als Systeme gesehen, die das zeitlich unbegrenzte Funktionieren des Zusammenlebens zwischen Mensch, Tieren und Pflanzen sicherstellen.
Dabei ist ebenfalls wichtig, Technologien, die viel Energie aufwenden und die Umwelt belasten, zu reduzieren oder zu ersetzen.

Die Permakultur regt dazu an, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Bedürfnisse eines jeden ressourcenschonend befriedigt werden können und was genug ist, denn wie wir bereits heute sehen, ist Wachstum auf der Erde in allen Aspekten sehr begrenzt.
Gründer David Holmgren sagt: „Permakultur ist ein kreativer Gestaltungsansatz, der auf eine Welt schwindender Energie- und Ressourcenverfügbarkeit reagiert”.

Was kann ich konkret tun?

  • Die eigene Grünfläche nutzen und nach dem Prinzip der Permakultur bepflanzen
  • Oder, insofern keine eigene Grünfläche zur Verfügung steht, Gemeinschaftsgärten nutzen
  • Sich weiterbilden, indem man die Natur und ihr Zusammenspiel beobachtet, selbst in die Praxis übergeht und/oder ein Seminar besucht.
  • Regionale Landwirte unterstützen, die das Prinzip der Permakultur anwenden.
  • Saisonal einkaufen und kochen.

Initiativen der Permakultur in der Region:
Voss.Permakultur: facebook.com/voss.permakultur
La Tit´Mariot in Membach facebook.com/La-TitMariot-2065016413510518





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