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Das C.A.B.

Vereint, um stark zu sein

Seit 1986 Partner von Miteinander Teilen/Entraide et Fraternité, ist das Komitee für Selbstförderung an der Basis (Comité pour l’Autopromotion à la Base, C.A.B.) eine kongolesische Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Bukavu in der Provinz Süd-Kivu. Das 1965 gegründete CAB setzt sich für die Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft ein, mit dem Ziel, eine agroökologische bäuerliche Familienlandwirtschaft zu schaffen. Das CAB ist Partner von 120 Bauernverbänden, die in den Bereichen Landwirtschaft, Viehzucht, Trinkwasser, Umwelt, Mikrofinanzierung und Solidarwirtschaft tätig sind.

Für das CAB ist die Existenz einer organisierten, starken und dynamischen Bauernbewegung eine Notwendigkeit in einem Land, in dem die staatliche Unterstützung für den Sektor der kleinbäuerlichen Landwirtschaft nahezu nicht vorhanden ist.

In der Demokratischen Republik Kongo leben 90% der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Dennoch gibt der Staat nur 4% seines Budgets für diesen Sektor aus.

Die Arbeit des CAB besteht darin, Bauernverbände zu strukturieren und zu organisieren, um ihre Produktionskapazitäten zu stärken und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. So sind diese besser gerüstet, um ihre Produkte gewinnbringend zu verkaufen und die Interessen ihrer Mitglieder zu verteidigen. Das CAB hat gemeinsam mit den Projektteilnehmern Sümpfe trockengelegt, Deiche und Wasserreservoire angelegt und bietet ihnen Schulungen sowie auch Unterstützung in verschiedenen Bereichen an: Agrarökologie, Sparen, gewinnbringende Aktivitäten, Strukturierung, Management und Unterstützung der Genossenschaft, Weiterverarbeitung und Verkauf, usw.

Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz

Die Provinz Süd-Kivu konnte jahrzentelang von einem gemäßigten, für die Landwirtschaft und die Tierhaltung günstigen Klima profitieren. Bis vor kurzem ermöglichte dieses Klima den Bauern, das ganze Jahr über zu kultivieren und zu produzieren. Leider ist die Region stark vom Klimawandel betroffen sowie auch von einer von Menschenhand gemachten Umweltzerstörung. Die massive und kontinuierliche Entwaldung der Hügel und Berge (insbesondere zum Heizen und Kochen in dieser Region, in der es an Elektrizität mangelt) sowie die hohe Bevölkerungsdichte und das Verschwinden von Erosionsschutzeinrichtungen in den Dörfern haben die natürlichen Wälder zurückgedrängt


Früher dauerte die Regenzeit etwa zehn Monate an. Inzwischen hat sich alles geändert. Die Regenfälle sind entweder selten oder sehr häufig. Erosion und Überschwemmungen sind an der Tagesordnung. Wir versuchen, die Menschen zum Anpflanzen von Bäumen zu sensibilisieren. Dies wirkt den Folgen des Klimawandels zumindest ein wenig entgegen.
Aussage eines CAB-Mitarbeiters


Um dieser Situation zu begegnen, hat CAB mit Wiederaufforstungs- und Agroforstaktivitäten begonnen. Dieses Programm ermöglicht die Wiederaufforstung von fast 250 Hektar pro Jahr, was aber leider noch nicht ausreichend ist. Aus diesem Grund hat das CAB parallel zu seinen Aktivitäten zur Unterstützung der Haushalte bei der Umsetzung einkommensschaffender Aktivitäten in den Bereichen Lebensmittelproduktion, Viehzucht, Verarbeitung und Verkauf von Produkten ein großangelegtes Umweltschutz- und Lebensmittelsicherheitsprojekt auf die Beine gestellt. Wie der Name schon sagt, ist das Ziel dieses Projekts, zum Schutz der Umwelt, zur Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels sowie zur Ernährungssicherheit der in Süd-Kivu gelegenen Gebiete Kabare, Kalehe und Walungu beizutragen.

Durch das Vermitteln eines ökologischen Bewusstseins und angepasster Anbaumethoden sollen die Erträge der teilnehmenden Kleinbauernfamilien bei einem zeitgleichen schonenden und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen gesteigert werden.

Am Ende des Projekts wird gemeinsam eine Fläche von 500 Hektar unter Anwendung von Agrarforstwirtschaft und agrarökologische Praktiken wiederaufgeforstet worden sein. Auch werden die Familien sich der Auswirkungen des Klimawandels bewusst geworden sein und werden Good-practice-Methoden zu dessen Einschränkung anwenden. Es wird auch erwartet, dass am Ende des Projekts mindestens 1.000 Familien ihr Einkommen dank der Initiativen zur Weiterverarbeitung (Marmelade, Saft, Honig) und zum Recycling von Abfällen (Umwandlung zu Wärmebriketts und Pflastersteinen) um 60% steigern konnten.





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